Hadithe als Anime
Der Mann, der drei Nächte lang Almosen gab
Quelle und Echtheit: Sahih al-Bukhari 1421Sahih (authentic)
- Sammlung
- Sahih al-Bukhari
- Überlieferung
- Sahih al-Bukhari 1421Stelle im Buch: Book 24 (Obligatory Charity Tax (Zakat)), Hadith 25
- Bewertung
- Sahih (authentic)Sahih al-Bukhari 1421, Sahih Muslim 1022, Al-Durar al-Saniyya, Ibn Hajar al-Asqalani, Sahih Muslim 2564c
- Auch überliefert in
- Sahih Muslim 1022Sahih Muslim 2564c
Übersetzung: Qabas
Auf sunnah.com öffnenEin Mann beschloss, heimlich ein Almosen zu geben. In der Nacht legte er es in die Hand eines Menschen, den er für bedürftig hielt, und am Morgen erzählte man sich in der Stadt, ein Dieb habe das Almosen bekommen. Er lobte Allah und gab noch einmal: einer Ehebrecherin, dann einem Reichen, und jedes Mal redeten die Leute. Jedes Mal nahm er an, was Allah entschieden hatte, und lobte Ihn. Dann wurde ihm im Traum gesagt, dass sein Almosen angenommen worden war: Vielleicht würde der Dieb aufhören zu stehlen, die Frau mit dem Ehebruch aufhören und der Reiche eine Lehre daraus ziehen und selbst von dem geben, was Allah ihm gegeben hatte. Eine Geschichte über die aufrichtige Absicht, denn Allah schaut auf die Herzen und die Taten.
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Der Hadith
Übersetzung: Qabas · Sahih al-Bukhari 1421
Geprüfte englische Übersetzung
Narrated Abu Huraira: Allah's Messenger (ﷺ) (p.b.u.h) said, "A man said that he would give something in charity. He went out with his object of charity and unknowingly gave it to a thief. Next morning the people said that he had given his object of charity to a thief. (On hearing that) he said, "O Allah! All the praises are for you. I will give alms again." And so he again went out with his alms and (unknowingly) gave it to an adulteress. Next morning the people said that he had given his alms to an adulteress last night. The man said, "O Allah! All the praises are for you. (I gave my alms) to an adulteress. I will give alms again." So he went out with his alms again and (unknowingly) gave it to a rich person. (The people) next morning said that he had given his alms to a wealthy person. He said, "O Allah! All the praises are for you. (I had given alms) to a thief, to an adulteress and to a wealthy man." Then someone came and said to him, "The alms which you gave to the thief, might make him abstain from stealing, and that given to the adulteress might make her abstain from illegal sexual intercourse (adultery), and that given to the wealthy man might make him take a lesson from it and spend his wealth which Allah has given him, in Allah's cause."
English translation by Dr. M. Muhsin Khan, as published on Sunnah.com.
Quelle und Echtheit
- Überlieferung
- Sahih al-Bukhari 1421 (Stelle im Buch: Book 24 (Obligatory Charity Tax (Zakat)), Hadith 25)
- Auch überliefert in
Sahih Muslim 1022 (Book 12 (The Book of Zakat), Hadith 99)In this version, recorded in the chapter on the reward of someone whose charity reaches a person who should not have received it, the man says he will give charity that night, and the order is the adulteress, then the rich man, then the thief. It adds the words he heard in his dream, «أَمَّا صَدَقَتُكَ فَقَدْ قُبِلَتْ», in Abdul Hamid Siddiqui's English on Sunnah.com: "There came (the angel to him) and he was told: Your charity has been accepted." The film uses these words in the dream.
Sahih Muslim 2564c (Book 45 (The Book of Virtue, Enjoining Good Manners, and Joining of the Ties of Kinship), Hadith 42)The words of the Prophet (peace be upon him) at the end of the film, «إِنَّ اللَّهَ لاَ يَنْظُرُ إِلَى صُوَرِكُمْ وَأَمْوَالِكُمْ وَلَكِنْ يَنْظُرُ إِلَى قُلُوبِكُمْ وَأَعْمَالِكُمْ», come from this version, told by Abu Hurayra, in Abdul Hamid Siddiqui's English on Sunnah.com: "Verily Allah does not look to your faces and your wealth but He looks to your heart and to your deeds." In plain words (Translation: Qabas, from the Arabic): Allah does not look at your appearance or your wealth, but He looks at your hearts and your deeds. Another version (2564b) says "bodies" and "faces" instead, and the first version in the chapter (2564a) does not contain these words.
- Bewertung
Sahih (authentic)
- Dieser Hadith (ein Bericht über die Worte des Propheten) steht in den beiden großen Sammlungen, bei al-Buchari und bei Muslim; die Gelehrten nennen das „muttafaq 'alaih“ (von beiden überliefert). Al-Buchari nahm ihn in sein Buch über die Zakat (die Pflichtabgabe für Bedürftige) auf, im Kapitel über ein Almosen, das man einem Reichen gibt, ohne es zu wissen (Nr. 1421), über diese Kette von Überlieferern: Abu l-Yaman, von Schu'aib, von Abu z-Zinad, von al-A'radsch, von Abu Huraira. Muslim nahm ihn in sein Buch über die Zakat auf (Nr. 1022), über Musa ibn 'Uqba, von Abu z-Zinad. Al-Durar al-Saniyya gibt an, dass der Hadith als authentisch (sahih) beurteilt wird, und vermerkt, dass Muslims Wortlaut etwas anders ist. Ibn Hadschar (Fath al-Bari, Bd. 3, S. 340) fügt hinzu, dass auch Ahmad ihn überlieferte, über Warqa', von Abu z-Zinad.[1][2][4][5]
- Die letzten Worte des Films stammen aus Sahih Muslim, aus dem Buch über die Güte, das gute Benehmen und den Zusammenhalt der Familie (Nr. 2564), über Yazid ibn al-Asamm, von Abu Huraira. Alle Überlieferungen in Sahih Muslim gelten als authentisch.[3]
Quellen
- [1] Sahih al-Bukhari 1421, Obligatory Charity Tax (Zakat), Sunnah.com (abgerufen am 2026-10-23)Abu Hurayra's narration; Arabic text and English translation (Dr. M. Muhsin Khan).
- [2] Sahih Muslim 1022, The Book of Zakat, Sunnah.com (abgerufen am 2026-10-23)Musa ibn 'Uqba's narration from Abu al-Zinad; Arabic text and English translation (Abdul Hamid Siddiqui).
- [3] Sahih Muslim 2564c, The Book of Virtue, Enjoining Good Manners, and Joining of the Ties of Kinship, Sunnah.com (abgerufen am 2026-10-23)Yazid ibn al-Asamm's narration from Abu Hurayra; Arabic text and English translation (Abdul Hamid Siddiqui).
- [4] Al-Durar al-Saniyya, Encyclopedia of Hadith Commentary, sharh of hadith 9143 (Sahih al-Bukhari 1421), Al-Durar al-Saniyya (dorar.net) (abgerufen am 2026-10-23)Arabic, under the supervision of the site's scholarly committee; the hadith with its grading and where it is recorded, and an explanation, summarised and translated by Qabas Academy.
- [5] Ibn Hajar al-Asqalani, Fath al-Bari, vol. 3, pp. 339-341 (Book of Zakat, chapter: if one gives charity to a rich man without knowing it, commentary on Sahih al-Bukhari 1421), Islamweb.net library (page numbers as printed) (abgerufen am 2026-10-23)Arabic, summarised and translated by Qabas Academy.Aufgerufene Seiten: pp. 339-341
- [6] Al-Nawawi, Sharh Sahih Muslim (al-Minhaj), vol. 7 (Book of Zakat, chapter: the reward of the one who gives charity is confirmed even if it falls into the hand of a sinner and the like, commentary on Sahih Muslim 1022), Islamweb.net library (abgerufen am 2026-10-23)Arabic, summarised and translated by Qabas Academy. Islamweb shows no printed page marker on this entry (it falls between its markers for pp. 91 and 92), so it is cited as a whole page.
Erklärung
- Der Prophet Muhammad (Allahs Segen und Frieden auf ihm) erzählte von einem Mann, der sagte, er werde ein Almosen geben. Ibn Hadschar (Fath al-Bari, Bd. 3, S. 340) sagt, dass er keinen Namen für ihn gefunden hat und dass der Mann nach einer Überlieferung Ahmads zu den Kindern Israels gehörte. Seine Worte „Ich werde ganz gewiss ein Almosen geben“ sind eine Pflicht, die er sich selbst auferlegte, wie ein Versprechen, als hätte er bei Allah geschworen, es zu tun.[1][5][4]
- Er gab nachts und heimlich. Ibn Hadschar (Bd. 3, S. 339) schließt das aus zwei Dingen: Die Leute sprachen erst am Morgen darüber, und in Muslims Überlieferung sagt der Mann, er werde in dieser Nacht ein Almosen geben. Hätte er offen am Tag gegeben, hätte er gesehen, dass der Reiche nicht arm war.[1][2][5]
- Er legte sein Almosen in die Hand eines Diebes, ohne zu wissen, dass es ein Dieb war (Ibn Hadschar, Bd. 3, S. 341). Al-Durar al-Saniyya erklärt: Er wollte, dass es einen Armen erreicht, der sich schämt, um Hilfe zu bitten, einen ehrlichen Mann oder eine anständige Frau. Doch jeden Morgen redeten die Leute und wunderten sich, denn für sie war ein Almosen für Bedürftige gedacht, die zugleich gute Menschen sind.[1][5][4]
- Als er es hörte, sagte er: „O Allah, Dir gehört das Lob!“ Ibn Hadschar (Bd. 3, S. 341) erklärt: Er nahm es hin, überließ die Sache Allah und war zufrieden mit dem, was Allah entschieden hatte. Darum lobte er Ihn auch in dieser Lage, denn Allah verdient Lob in jeder Lage. Und wenn der Prophet (Allahs Segen und Frieden auf ihm) etwas sah, das ihm nicht gefiel, sagte er: O Allah, Dir gehört das Lob in jeder Lage.[1][5]
- Er gab nicht auf. Er sagte: „Ich werde ganz gewiss ein Almosen geben“, ging hinaus und gab es einer Ehebrecherin. Am nächsten Morgen sagten die Leute, er habe sein Almosen in der Nacht einer Ehebrecherin gegeben. Wieder lobte er Allah und nahm sich erneut vor zu geben. Beim dritten Mal war es ein Reicher, und wieder redeten die Leute. Jedes Mal lobte er Allah: für einen Dieb, für eine Ehebrecherin und für einen Reichen.[1][4]
- Dann kam im Traum jemand zu ihm. Ibn Hadschar (Bd. 3, S. 341) nennt eine Überlieferung von at-Tabarani: Der Mann war traurig darüber, und dann kam im Schlaf jemand zu ihm. Muslims Überlieferung über Musa ibn 'Uqba nennt die Worte, die er hörte: „Dein Almosen wurde angenommen.“ Al-Durar al-Saniyya erklärt, warum: Er war aufrichtig und wollte Gutes tun, auch wenn es nicht so kam, wie er es geplant hatte.[1][2][5][4]
- Ihm wurde gesagt: „Was dein Almosen an den Dieb betrifft, so hört er vielleicht auf zu stehlen.“ Al-Durar al-Saniyya erklärt: Vielleicht sagt sich der Dieb, dass ihm dieses Geld genügt. Oder er schämt sich, weil er etwas bekommen hat, ohne zu stehlen, und merkt, dass es Menschen gibt, die Allah dienen und heimlich in der Nacht Fremden etwas geben.[1][4]
- Weiter hieß es: „was die Ehebrecherin betrifft, so hört sie vielleicht mit dem Ehebruch auf“. Al-Durar al-Saniyya erklärt: Vielleicht tat sie es für Geld, und nun hatte sie, was sie davon abhalten konnte.[1][4]
- Und zuletzt: „was den Reichen betrifft, so zieht er vielleicht eine Lehre daraus und gibt von dem, was Allah ihm gegeben hat“. Al-Durar al-Saniyya erklärt: Vielleicht nimmt er sich daran ein Beispiel, denkt nach und gibt selbst von dem, was Allah ihm geschenkt hat. So, heißt es dort, bringt eine gute Absicht gute Früchte.[1][4]
- Ibn Hadschar (Bd. 3, S. 341) schließt daraus: Wenn die Absicht dessen, der gibt, aufrichtig ist, wird sein Almosen angenommen, auch wenn es nicht dort ankommt, wo er es haben wollte. Der Gelehrte an-Nawawi fügt hinzu: Der Lohn für das Almosen ist sicher, auch wenn der, der es bekommt, ein Sünder oder reich ist. Er weist aber darauf hin, dass das für das freiwillige Almosen gilt; die Zakat, die Pflichtabgabe für Bedürftige, zählt nicht, wenn man sie einem Reichen gibt. Wie der Prophet (Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagte: „Allah schaut weder auf euer Aussehen noch auf euer Vermögen, sondern Er schaut auf eure Herzen und Taten.“[5][6][3]
Lehren und Nutzen
- Allah schaut auf die Absicht: Wer Gutes tun will, sich Mühe gibt und sich dabei irrt, bekommt trotzdem seinen Lohn, und der Irrtum schadet ihm nicht.[4][5][3]
- Gib aufrichtig und, wenn möglich, heimlich: Der Mann gab nachts, ohne dass ihn jemand sah, und Ibn Hadschar zeigt an diesem Hadith, wie wertvoll heimliches Geben und Aufrichtigkeit sind.[5]
- Nimm an, was Allah entscheidet, und lobe Ihn in jeder Lage. Überlass Ihm, wie es ausgeht, so wie der Mann es an jedem Morgen tat.[4][5]
- Hör nach einer Enttäuschung nicht auf, Gutes zu tun: Gib erneut, wenn dein Almosen nicht dort angekommen ist, wo du es haben wolltest.[4][5]
- Handle nach dem, was du sehen kannst: Wir urteilen nach dem, was wir sehen, bis sich etwas anderes zeigt. Was verborgen ist, weiß Allah.[4][5]
- Gib niemanden auf: Eine Gabe kann der Grund sein, dass ein Dieb aufhört zu stehlen, ein Sünder sich ändert oder ein Reicher lernt zu geben.[1][4]
Fragen zum Nachdenken
Diese Fragen hat die Qabas Academy geschrieben, um dir beim Nachdenken zu helfen. Sie sind weder Teil des Hadith noch seiner Erläuterung.
- Er hatte seine Gabe für einen Bedürftigen gedacht, und jedes Mal bekam sie jemand anderes. Wenn eine gute Tat von dir nicht so ausgeht, wie du gehofft hast, was hilft dir zu vertrauen, dass Allah deine Absicht gesehen hat?
- Jeden Morgen redete die Stadt über ihn, und jedes Mal lobte er Allah. Was bräuchte es, damit du zuerst Allah lobst, bevor du dich verteidigst?
- Er hörte nicht nach der ersten Nacht auf und nicht nach der zweiten. Welche gute Gewohnheit hast du nach einer einzigen Enttäuschung aufgegeben, die du diese Woche wieder beginnen könntest?
- Der Dieb, die Frau und der Reiche erhielten jeder einen Grund, sich zu ändern. Wen hast du aufgegeben, der vielleicht noch durch eine stille Freundlichkeit erreicht werden könnte?
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