Hadithe als Anime
Der Mann, der 99 Menschen tötete
Quelle und Echtheit: Sahih Muslim 2766aSahih (authentic)
- Sammlung
- Sahih Muslim
- Überlieferung
- Sahih Muslim 2766aStelle im Buch: Book 50 (The Book of Repentance), Hadith 54
- Bewertung
- Sahih (authentic)HadeethEnc, Al-Durar al-Saniyyah
- Auch überliefert in
- Sahih al-Bukhari 3470
Übersetzung: Qabas
Auf sunnah.com öffnenEr nahm neunundneunzig Leben, dann ein hundertstes, und doch blieb die Tür der Reue offen.
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Der Hadith
Übersetzung: Qabas · Sahih Muslim 2766a
Geprüfte englische Übersetzung
Abu Sa'id al-Khudri reported Allah's Messenger (ﷺ) as saying:There was a person before you who had killed ninety-nine persons and then made an inquiry about the learned persons of the world (who could show him the way to salvation). He was directed to a monk. He came to him and told him that he had killed ninety-nine persons and asked him whether there was any scope for his repentance to be accepted. He said: No. He killed him also and thus completed one hundred. He then asked about the learned persons of the earth and he was directed to a scholar, and he told him that he had killed one hundred persons and asked him whether there was any scope for his repentance to be accepted. He said: Yes; what stands between you and the repentance? You better go to such and such land; there are people devoted to prayer and worship and you also worship along with them and do not come to the land of yours since it was an evil land (for you). So he went away and he had hardly covered half the distance when death came to him and there was a dispute between the angels of mercy and the angels of punishment. The angels of mercy said: This man has come as a penitant and remorseful to Allah and the angels of punishment said: He has done no good at all. Then there came another angel in the form of a human being in order to decide between them. He said: You measure the land to which he has drawn near. They measured it and found him nearer to the land where he intended to go (the land of piety), and so the angels of mercy took possession of it. Qatada said that Hasan told him that it was said to them that as death approached him, he crawled upon his chest (and managed) to slip in the land of mercy.
English translation by Abdul Hamid Siddiqui, as published on Sunnah.com.
Quelle und Echtheit
- Überlieferung
- Sahih Muslim 2766a (Stelle im Buch: Book 50 (The Book of Repentance), Hadith 54)
- Auch überliefert in
Sahih al-Bukhari 3470 (Book 60 (Prophets), Hadith 137)A shorter narration from the same Companion, Abu Sa'id al-Khudri; it adds that Allah commanded one land to draw near and the other to move away.
- Bewertung
Sahih (authentic)
- Von al-Buchari und Muslim gemeinsam überliefert (muttafaqun 'alaih). HadeethEnc stuft ihn als „authentischen Hadith“ ein.[3]
- Al-Durar al-Saniyya führt al-Bucharis Urteil über seine Überlieferung (Nr. 3470) als sahih an und vermerkt, dass Muslim (2766) ihn mit leicht abweichendem Wortlaut überliefert hat.[5]
Quellen
- [1] Sahih Muslim 2766a, The Book of Repentance, Sunnah.com (abgerufen am 2026-10-15)Arabic text and English translation (Abdul Hamid Siddiqui).
- [2] Sahih al-Bukhari 3470, Prophets, Sunnah.com (abgerufen am 2026-10-15)Arabic text and English translation (Dr. M. Muhsin Khan).
- [3] HadeethEnc, hadith 4310 (English), Encyclopedia of Translated Prophetic Hadiths (abgerufen am 2026-10-15)Explanation and grading.
- [4] HadeethEnc, hadith 4310 (Arabic), benefits of the hadith, Encyclopedia of Translated Prophetic Hadiths (abgerufen am 2026-10-15)Benefits translated from Arabic by Qabas Academy.
- [5] Al-Durar al-Saniyyah, explanation of Sahih al-Bukhari 3470, Al-Durar al-Saniyyah (abgerufen am 2026-10-15)Arabic explanation, summarised and translated by Qabas Academy.
- [6] Riyad as-Salihin 20, Chapter: Repentance (al-Nawawi), Sunnah.com (abgerufen am 2026-10-15)
- [7] Ibn Hajar al-Asqalani, Fath al-Bari, vol. 6, pp. 597-598 (Book of the Prophets, commentary on Sahih al-Bukhari 3470), Islamweb.net library (abgerufen am 2026-10-16)Arabic, summarised and translated by Qabas Academy.Aufgerufene Seiten: pp. 597-598
- [8] Al-Nawawi, Sharh Sahih Muslim (al-Minhaj), vol. 17, pp. 236-237 (Book of Repentance, chapter: the repentance of a killer is accepted even if he killed many), Islamweb.net library (abgerufen am 2026-10-16)Arabic, summarised and translated by Qabas Academy.Aufgerufene Seiten: pp. 236-237
- [9] Muhammad ibn Salih al-Uthaymeen, Sharh Riyad as-Salihin, vol. 1, pp. 115-119 (Chapter of Repentance, hadith 20), Al-Maktaba al-Shamila (shamela.ws), Dar al-Watan edition, Riyadh 1426 AH, page numbers as printed (abgerufen am 2026-10-16)Read on Shamela because binothaimeen.net does not publish this text online: its reading library offers only the index of the volume (official PDF, 10 pages), whose page numbers match this edition. Arabic, summarised and translated by Qabas Academy.Aufgerufene Seiten: p. 115, p. 116, p. 117, p. 118, p. 119
Erklärung
- Der Mann fragte nach dem kenntnisreichsten Menschen auf Erden und wurde zu einem Mönch geschickt. HadeethEnc beschreibt diesen Mönch als einen Gottesdiener „mit wenig Wissen“, der die Sünde für zu groß hielt, um vergeben zu werden.[1][3]
- Al-Durar al-Saniyya erklärt, dass der Mönch zwei Fehler beging: Er machte die Barmherzigkeit Allahs eng, und er gab ein Urteil ohne Wissen.[5]
- Ibn Hadschar bemerkt in Fath al-Bari (Bd. 6, S. 597), dass die Erwähnung eines Mönchs darauf hindeutet, dass sich die Geschichte zutrug, nachdem Jesus (Friede sei mit ihm) emporgehoben worden war, denn das Mönchtum wurde von seinen Anhängern eingeführt. Ibn 'Uthaimin fügt in seiner Erläuterung zu Riyad as-Salihin (Bd. 1, S. 117) hinzu, dass der Mönch ein Gottesdiener ohne Wissen war, dem die Sünde zu groß erschien und der antwortete, es gebe keine Reue.[7][9]
- Der Gelehrte antwortete genau umgekehrt: Nichts steht zwischen einem Menschen und der Reue. Dann gab er einen praktischen Rat: Verlass dein Land, das ein Land des Bösen war, und geh in ein Land, in dem die Menschen Allah dienen, und diene Ihm mit ihnen. HadeethEnc bemerkt, dass sein eigenes Dorf „offenbar ein Land des Unglaubens war“.[1][3]
- Ibn Hadschar (Bd. 6, S. 597-598) erklärt, warum der Mann den Mönch tötete: Die Antwort ließ ihn glauben, es gebe für ihn keinen Ausweg, und so verzweifelte er an der Barmherzigkeit; dann nahm Allah sich seiner an, er bereute, was er getan hatte, und fragte erneut. Er weist auch auf die mangelnde Einsicht des Mönchs hin: Einem Mann gegenüber, dem das Töten zur Gewohnheit geworden war, hätte er mit seiner Antwort vorsichtig sein müssen.[7]
- Er starb auf halbem Weg. In Muslims Überlieferung sagten die Engel der Barmherzigkeit, er sei reumütig gekommen und habe sich mit seinem Herzen Allah zugewandt, und die Engel der Strafe sagten, er habe nie etwas Gutes getan. Ein Engel kam in Menschengestalt zu ihnen und sagte ihnen, sie sollten die Entfernung zwischen den beiden Ländern messen.[1]
- Ibn 'Uthaimin (Bd. 1, S. 117) erklärt die Antwort des Gelehrten: Die Tür der Reue steht offen. Das Land, in dem der Mann lebte, war offenbar, und Allah weiß es am besten, ein Land des Unglaubens, deshalb sagte ihm der Gelehrte, er solle mit seiner Religion in eine Stadt auswandern, in der Allah gedient wurde.[9]
- In al-Bucharis Überlieferung befahl Allah dem Land, auf das er zuging, sich zu nähern, und dem anderen, sich zu entfernen, und man fand ihn eine Spanne näher, und so wurde ihm vergeben. Al-Durar al-Saniyya nennt dies einen Teil der Weite der Barmherzigkeit Allahs gegenüber Seinen Dienern.[2][5]
- Ibn Hadschar (Bd. 6, S. 597) bemerkt, dass in Muslims Überlieferung die Einzelheit, dass er seine Brust dem Land zuneigte, am Ende von Qatada über al-Hasan berichtet wird, was darauf hindeutet, dass es sich eher um einen Zusatz eines Überlieferers als um einen Teil der Worte des Propheten (Allahs Segen und Frieden auf ihm) handeln könnte.[7][1]
- Naheliegend ist die Frage, was mit den Rechten der Menschen geschieht, die er getötet hat. Al-Durar al-Saniyya antwortet, dass die Rechte der Menschen nicht entfallen, ohne beglichen zu werden; doch wenn Allah mit einem Sünder zufrieden ist und seine Reue annimmt, macht Er den Geschädigten mit ihm zufrieden.[5]
- An-Nawawi (Bd. 17, S. 237) erklärt das Messen der Engel: Als ihnen der Fall unklar war und sie uneins waren, befahl Allah ihnen, einen Mann, der vorbeikam, als Richter zu nehmen, und der Engel kam in Gestalt eines Mannes vorbei und entschied zwischen ihnen.[8]
- Imam an-Nawawi stellte diesen Hadith in das Kapitel über die Reue von Riyad as-Salihin (Nr. 20).[6]
- Ibn 'Uthaimin (Bd. 1, S. 118-119) erklärt, dass bei einer Tötung drei Rechte betroffen sind. Das Recht Allahs wird durch die Reue vergeben. Das Recht des Getöteten wird durch die Reue des Täters nicht wiederhergestellt, und Allah wird am Tag der Auferstehung zwischen ihnen richten. Das Recht der Erben des Opfers verlangt, dass sich der Täter ihnen stellt und die Tötung zugibt, damit sie Vergeltung üben, ein Blutgeld annehmen oder vergeben können. Ebenso sagt Ibn Hadschar (Bd. 6, S. 597), dass Allah, wenn Er die Reue eines Mörders annimmt, es auf Sich nimmt, seinen Gegner zufriedenzustellen.[9][7]
- Zur Haltung der Gelehrten: An-Nawawi (Bd. 17, S. 236) stellt fest, dass die Leute des Wissens darin übereinstimmen, dass die Reue eines vorsätzlichen Mörders gültig ist, und dass nur Ibn 'Abbas anderer Meinung war; er fügt hinzu, dass, obwohl dies eine Geschichte eines früheren Volkes ist, unser eigenes Gesetz sie bestätigt, und verweist auf die Verse der Sure al-Furqan (25:68-70), die mit einer Ausnahme für den enden, der bereut. Ibn 'Uthaimin (Bd. 1, S. 118) nennt die Ansicht der Mehrheit die Wahrheit und sagt, die Ansicht von Ibn 'Abbas lasse sich so verstehen, dass sie das Recht des Getöteten betrifft.[8][9]
Lehren und Nutzen
- Die Tür der Reue steht offen, und wer bereut, wird angenommen, wie groß und zahlreich seine Sünden auch sein mögen.[4]
- Die Reue ist für jede schwere Sünde vorgeschrieben, selbst für das Töten.[7]
- Die Reue dessen, der vorsätzlich getötet hat, wird angenommen.[4]
- Wissen mit wenig Gottesdienst ist besser als viel Gottesdienst in Unwissenheit; der Gelehrte steht über dem bloßen Gottesdiener.[4][5]
- Wer andere zum Guten aufruft, braucht Weisheit: zu erkennen, was eine Seele heilt, und sie zur Hoffnung statt zur Verzweiflung zu führen.[4]
- Schlechte Gesellschaft gehört zu den größten Ursachen der Sünde, und die Gesellschaft gehorsamer Menschen zu den größten Ursachen des Gehorsams. Halte dich von den Leuten der Sünde fern, solange sie darin verharren, und suche die Gesellschaft von Menschen der Frömmigkeit, des Wissens und der Rechtschaffenheit.[5][4]
- Wer bereut, sollte die Orte verlassen, an denen er gesündigt hat, und die Gefährten, die ihm dabei geholfen haben, sich von ihnen fernhalten, solange sie darin verharren, und sie durch die Gesellschaft guter, kundiger und gottesfürchtiger Menschen ersetzen; das stärkt seine Reue. Ibn Hadschar fügt hinzu, dass er die Gewohnheiten und Umstände seiner Zeit der Sünde hinter sich lassen sollte.[8][7]
- Sich anzustrengen und Mühen auf sich zu nehmen, um sich den Rechtschaffenen anzuschließen, ist ein Zeichen dafür, dass der Wunsch zu bereuen aufrichtig ist.[4]
- Wer ein Urteil gibt, kann falsch antworten; ohne Wissen über die Religion zu sprechen hat schwerwiegende Folgen.[7]
- Sünder werden zur Reue aufgefordert, und es ist ihnen verboten, an der Barmherzigkeit Allahs zu verzweifeln.[5]
- Es stützt die Zulässigkeit der Schlichtung: Das Urteil eines Mannes, den beide Seiten als Schiedsrichter annehmen, ist für sie bindend.[7][4]
Fragen zum Nachdenken
Diese Fragen hat die Qabas Academy geschrieben, um dir beim Nachdenken zu helfen. Sie sind weder Teil des Hadith noch seiner Erläuterung.
- Der Mönch und der Gelehrte hörten dieselbe Frage. Was machte ihre Antworten so verschieden?
- Der Gelehrte sagte ihm, er solle sein Land verlassen. Was in deiner Umgebung erschwert dir das Gute, und was erleichtert es?
- Er starb, bevor er ankam. Was sagt das darüber, wie wichtig die Richtung eines Lebens ist?
- Gibt es jemanden, bei dem du im Stillen beschlossen hast, dass er sich nicht mehr ändern kann?
Karte zum Nachdenken
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